Arbeitskurs 1 – Die Arbeitsvorbereitung in der Totalprothetik

Alltagstaugliche und professionelle Totalprothetik

Die sinnvolle, planbare und funktionelle Arbeitsvorbereitung in der Totalprothetik

Kurszeiten:
1. Tag: 09.00 – ca. 18.00 Uhr
2. Tag: 08.30 – ca. 16.00 Uhr

Termin/Kosten: nach Absprache

Ziele:
Das Ziel des Kursus ist aufzuzeigen, dass nicht das Schema-F das „Problem“ der Herstellung der arbeitsvorbereitenden Maßnahmen löst, sondern dass sich auf Grund elementarer Fehler, die sich im Laufe der Arbeitszeit in jedem Labor und in jeder zahnärztlichen Praxis eingeschlichen haben, der gewünschte dauerhafte und planbare Erfolg der Herstellung einer Totalprothese in der Regel nicht einstellen lässt.

Arbeitsschritte:  

1. Die Herstellung von Funktionsmodellen:

  • Welche Gipssorten sind empfehlenswert?
  • Welche Abformmaterialien werden wie entspannt?
  • Wie sichere ich den Funktionsrand?
  • Welche Hilfsküvetten sind hilfreich?
  • Welchen Split für welche Küvettentechnik bei der Fertigstellung?

2.   Der individuelle Löffel in der Totalprothetik:

  • Das Anzeichnen der Randbereiche der vermutlichen Länge der zukünftigen Prothesen
  • Wo und was wird ausgeblockt oder zuvor unterlegt?
  • Wo muss bei der Löffelherstellung dieser Rand gekürzt und wo verlängert werden?
  • Welche Materialien sind sinnvoll, welche nicht?
  • Welche Stärke sollten die individuellen Löffel an welche Stelle aufweisen?
  • Wie werden die Löffelprofile im Oberkiefer und Unterkiefer gewählt?
  • Wie ist die Randgestaltung und Ausformung der vestibulären Flächen?
  • Wie wird der Griff gestaltet?
  • Wie wird der Löffel zur direkten Gesichtsbogenübertragung vorbereitet?

3. Die Bissschablonen:

  • Welche Dimensionen wird die Basis der Schablonen einnehmen?
  • Wo muss ggf. gekürzt werden?
  • Welche Materialien sind sinnvoll, welche nicht?
  • Welche Stärke sollten die Schablonen an welche Stelle aufweisen?
  • Wie ist die Randgestaltung und Ausformung der vestibulären Flächen?
  • Wie werden die Schablonen auf dem Modell unterfüttert?
  • Wie werden die Wachs- Registrierwälle in ihren Dimensionen gestaltet?

Mitzubringen, vorzubereiten und zu sammeln sind in Vorfeld: 

  • Ingesamt 10-20 verschiedene möglichst „gut erhaltene“ Oberkiefer und Unterkiefer totale anatomische Modelle sowie Funktions-Modelle.
  • Ebenfalls verschiedene möglichst „gut erhaltene“ Funktionsabformungen zum Ausgießen.
  • Buntstifte in rot und grün, einen Bleistift,
  • Pinsel zum Isolieren, etwas Alginatisolierung,
  • Löffelmaterial, wenn möglich auch Autopolymerisat.
  • Fräsen zum Ausarbeiten, spitze Fräsen, Stichfräsen, Rosenbohrer, Schmirgel,
  • Lackstift 1-2 mm oder 2-4 mm Stärke in Silber oder Gold (Bsp. Edding 753),
  • Gipstopf und Spatel, Magnete und Metallplatten zum Einbauen in die Modelle.
  • Splitplatten und Sockelformer in verschiedenen Größen
  • Konfektionierte Löffelgriffe zur Aufnahme des Gesichtsbogens (Bsp. für Artex/Rotofix: Bestell-Nr: 217928), oder auch andere.
  • Abdrucksilikon mittelviskös (mittlere Fließfähigkeit) aus der Doppelkartusche mit Injektor und Mischkanüle.

Hinweis: Auch wenn so manches zu diesem Kurs erst angeschafft werden müsste, so kommen diese Materialien überwiegend auch nachher in der täglichen Praxis zum Einsatz.

Bescheinigung: Jeder Teilnehmer erhält ein Kurszertifikat

Sollten noch irgendwelche Fragen bestehen, wenden Sie sich bitte direkt an uns.